st petersburg, december 12 end of part 1. break for christmas. then: hello part 2.
"Das war nun die erste Hälfte unserer Welttournee! Ich bin müde, erfüllt und stolz darauf, dass wir in unserer Neuner-Gemeinschaft keine ernsthaften Streitigkeiten oder Zerwürfnisse hatten. Im Gegenteil: es wurde immer schöner! Und ich bin froh, nach Berlin zurück zu kommen, das auf jeden Fall mit den Metropolen unserer Welt mithalten kann. Und dann: auf zur zweiten Hälfte!"
st petersburg, december 12 st petersburg. maximilian was robbed by the police. nice welcome.
"Wir fahren das erste Mal mit dem Bus in die nächste Stadt. Oha! Normales Tourgefühl kommt auf. Die Landschaft ist unglaublich trist, unser Empfang in St.Petersburg ist alles andere als warmherzig. Am Busbahnhof wird Maximilian von zwei Polizisten 'kontrolliert', was auf russisch heißt: sie stehlen ihm das Handy und sein Portemonaie."
st petersburg, december 12 hotel 'Sowjetskaja'. style baby! good breakfast, but that´s the only good thing.
"Das Hotel 'Sowjetskaja' empfängt uns ganz im kommunistischen Stil: riesige Empfangshalle, unfreundliches Personal, viel Glitzer und ein Alleinunterhalter im Restaurant, der uns übertönt, obwohl wir die einzigen Gäste sind. ABM?"
st petersburg, december 12 next day: culture. yes, we are interested also in other things than music.
"Der nächste Tag wird allerdings weitaus angenehmer: das Goethe-Institut hat für uns eine Fürhung durch die Ermitage und anschließend durch die Stadt organisiert. Jaaaaa – nicht nur immer Musik, auch mal Kunst und Architektur. Wir sind gebildet!"
st petersburg, december 12 they had problems to get back into the club after the show. no ticket, no party..
"Unser Geduldsfaden ist endgültig gerissen, als uns die Türsteher (nach unserem Auftritt ging es mit Disko weiter) nach dem Einladen der Instrumente nicht mehr zurück in den Club lassen wollten. Mit ihrer dumpfen Stiernacken-Mentalität haben sie uns dermaßen aggressiv zurückgedrängt, dass es beinahe zu einer Schlägerei gekommen wäre."
tallinn, december 08 tallin. estland. maxi in front school kids. look at the green laserlight!
"Am Morgen ging es dann mit dem Bus nach Tatou, einer mittelgroßen Stadt im Landesinneren, wo wir vor 150 Schülern im Teenie-Alter um fünf Uhr nachmittags ein Konzert gaben. Natürlich verstanden alle deutsch. Zumindest schallte auf jede Frage ein lautes „Jaaaa“ zurück auf die Bühne. Der Licht-Mischer zog sämtliche Register und überflutete den vernebelten Raum mit grünen Laserstrahlen."
tallinn, december they´ve eaten bear meat. poor teddy.
"Der Abend sollte uns dann auf eine weitere Bewährungsprobe stellen: die estnische Sauna. Fernab jeglicher Zivilisation brachte man uns in eine einsame Waldhütte, direkt an einem reißenden Fluss. Wir bekamen Bärenfleisch zu essen, was trotz gelegentlicher Skrupel ('Der arme Teddy') hervorragend schmeckte."
tallinn, december 09 after vodka and bear meat: sauna.
"Der obligatorische Wodka nahm uns dann endgültig die Angst und wir gingen in die Sauna, wo wir uns mit Birkenzweigen gegenseitig geißelten und Mikko pausenlos neues Wasser auf die heißen Steine goss. Die wahre Heldentat bestand jedoch darin, durch eine Falltür im Boden des Vorraumes in den eiskalten Fluss hinab zu steigen und kurz unter zu tauchen. Auch das haben wir überlebt."
tallinn, december 09 'tervisex' means 'cheers'. are you fool?
"Außerdem galt es noch, die Stadt Tallinn zu besichtigen, die wir bisher nur im Dunklen gesehen hatten, was nicht verwundert, da es eh die meiste Zeit dunkel ist. Das 'von Krahli Theater', in dem wir spielen sollten, befindet sich in mitten der Altstadt. Am Abend war der Club dann brechend voll und die angeblich sonst so stillen, unterkühlten Esten begannen sogar zu tanzen. 'tervisex' heißt übrigens 'prost'."
glasgow, december 05 glasgow. a nice evening with very interesting people.
Barbara: "Glasgow war ein echtes Feuerwerk! Marlies Pfeiffer vom Goethe Institut Glasgow empfing uns am Flughafen und spontane Liebe breitete sich aus, denn sie war uns allen sofort vertraut. Wir verabredeten uns zum Essen und waren abends bei "Mama India", wo wir Matthias Rick, den Institutsleiter trafen. Noch eine echte Bombe."
glasgow, december 05 suspect culture. yes. thats what it´s like.
"Übrigens spielen wir jedes Mal Schnick-Schnack-Schnuck„ um die Reihenfolge. demnach pielten wir an 2. Stelle (der Gewinner spielt immer zum Schluss). Das Konzert fand im CCA, einer Galerie für moderne Kunst statt. Gute Anlage und ein komplett mit Holz ausgekleideter Saal, was immer optimale Soundbedingungen verspricht. So war es dann auch."
glasgow, december 05 a lovely audience: Drinking joy, friendliness and good mood.
"Die Schotten sind schlichtweg verrückt! Bei 2 Grad im T-Shirt oder schulterfreiem Kleid draußen in der Schlange für einen Club anstehen? kein Problem! Ich würde sagen: Trinkfreude, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und gute Laune sind die Eckpfeiler der Schottischen Gesellschaft."
glasgow, december 05 scotland. impressions of nature and mystic stories.
"Wir sind zum Loch Lommond gefahren, wo es natürlich ein Seeungeheur gab, ein Castle im Nebel, einen kopflosen Reiter und so weiter und so weiter. Aber wir hatten natürlich überhaupt keine Angst und sind deshalb auch mit dem Leben davon gekommen."
london, november 28 london, england. no rain! what happens?
barbara: "Am 28.11. schien zu aller Überraschung bei der Ankunft in London die Sonne. Verkehrte Welt! Wir haben schon eine Theorie über eine Regenwolke aufgestellt, die uns auf der Tour verfolgt."
london, november 29 bush hall. very nice room. but not even the pa was installed as they arrived.
"Der Techniker war einer der langsamsten seiner Sparte, Marke schläfrige Schnecke, demnach stand die PA bei unserer Ankunft noch nicht und wir haben dann schließlich alles selber verkabelt. Das soll keine Kritik am Goethe-Institut sein, sondern vielmehr eine Beschreibung der britischen Clubkultur."
london, november 29 patrick, the guitar player.
look who´s stoned.
"Das Konzert war bestuhlt und dementsprechend ruhig, aber sehr angenehm. Nicht im Sinne von einer schläfrigen, abschaltenden Stille, sonder eher einer aufmerksamen, freundlichen Ruhe. Puh, Feuerprobe London bestanden!"
london, november 29 sunday. time for museums and relaxing. christmas is coming.
"Sonntag dann wieder wunderschönster Sonnenschein und sowieso seit Kopenhagen schon dieses "Weihnachten-steht-vor-der-Tür-Gefühl". Die meisten von uns sind in der Stadt spazierengegangen oder waren Essen oder im Museum. Tut sehr gut so ein Tag!"
kopenhagen, november 26 denmark. nice and relaxed people.
special: fish sandwich
"Zur rechten Zeit, als die Karawane nach mehr als 5 Wochen des Tourens müde und erschöpft ist, werden wir in Kopenhagen warm empfangen. Wir lernen: die Dänen sind locker und gemütlich, verstehen sich als die Marokkaner des Nordens und haben als Nationalgericht das Fischbrötchen."
kopenhagen, november 26 maxi and barbara.
good show, everybody is pleased.
"Das dänische Publikum ist begeisterungsfähig und hat sowohl für unseren deutsch- als auch als auch für den englischsprachigen Musikvortrag ein Ohr. Zufriedenheit allerseits."
kopenhagen, november 26 part of the crew. posing.
"Am Donnerstag ein gemeinsames Mittagessen mit Sybille Pfaff, Kulturreferentin der Deutschen Botschaft, in der königlichen Bibliothek. Danach zu Fußn zu Christiania, dem einstigen Monument jugendlicher Gegenkultur. Heute nur noch bunter Stillstand, dennoch ein hochaktuelles Politikum, da die rechts-liberale dänische Regierung das Gelände an solvente Investoren vertickern möchte."
paris, november 23 bienvenue a paris, messieurs dames. jolie mademoiselle...
maximilian: "Am Samstag kommen wir in Paris, der "schoenste Stadt von Erde" (Passepartout in Jules Vernes "In achtzig Tagen um die Welt") an. Fuer uns wohlbekannt, trotzdem aber immer wieder schoen. Der "soft move to Paris" nimmt kein Ende. Deutschlands Hauptstadt der Herzen..."
paris, november 23 paris (not texas), famous for love and food.
es lässt sich gut leben und genießen in paris. vorrausgesetzt man verfügt über die nötigen finanziellen mittel.
das gilt nicht immer für die liebe.
paris, november 23 what a happy audience. seems like they ´re doing to much drugs...
"Barbara und Band kommt so gut an, dass sie trotz der leider fruehen Sperrstunde von 23 Uhr noch um 22 Uhr 55 zwei Zugaben spielen muessen. Wir beschliessen den Abend (immer noch gemeinsam) im Café des Clubs bei dem einen oder anderen Glas Wein."
paris, november 23 next day: sightseeing. city of love. the famous notre dame.
"Am naechsten Tag haben wir Zeit, die Stadt der Liebe zu besichtigen, obwohl mittlerweile eher UNERFUELLTE Liebe und Sehnsucht von unseren Herzen Besitz ergriffen haben. Die grosse weite Welt ist auch eine grosse kalte Welt."
mailand, november 19 mailand
capital of fashion(victims). look out for shoes!
hans: "achtung, achtung meine damen und herren ! die mailänder frau trägt schwarz weiss, kariert, gestreift, gepunktet. dazu weisse schaftstiefel mit pfennigabsätzen, komisch gewickelte schals, einfarbig und mit glitzer. herrlich, wir sind in mailand, der hauptstadt der mode."
mailand, november 19 old fashioned, the name of the cafe in which the gig takes place. looks good on maximilian.
"das konzert selbst findet dann im rahmen des „ deutschen tages in italien“ statt, in einem sehr schönen cafe, welches den schönen namen „old fashion cafe“ trägt. Es gibt ein buffet mit kartoffelsalat und sauerkraut, bulleten und würsten, überall hängen lustige karten von deutschland und die aufforderungen deutsch zu lernen."
mailand, november 19 barbara. they tried the rock´n´roll lifestyle. the hotel manager wasn´t very pleased...
"Barbara räumte ab, machte riesigen spass und alles tanzte; hinterher herrschte ausgelassene stimmung, es wurde getanzt, geflirtet, ein bisschen getrunken....ein schöner abend bis wir dann ins hotel kamen wo es seitens weiterer hotelgäste andere auffassungen von nachtruhe gab, naja, ein kleines missverständnis."
bruxelles, november 16 bruxelles: rain, darkness and everybody tired. do you know about the meaning of "drogenbos"?
"Brüssel war bisher die seltsamste Station der Tour. Wir kamen am 16.11. nachmittags um halb 4 an. Die Sonne war schon fast untergegangen und es regnete in Strömen. Wir fuhren zum Hotel und jeder tat, wozu er Lust hatte: Ausruhen."
bruxelles, november 17 jens friebe (keyboard). last show for him.
Barbara: "Die Anlage war unglaublich gut, der Monitorsound auch und für mich war es vom Spielgefühl auf der Bühne bisher das beste Konzert.
Bei Maximilian dann tanzende Massen, Mitklatschen und ein glücklicher Jens Friebe (Keyboarder bei Maximilian), der an diesem Abend sein letztes Konzert mit Maximilian gespielt hat. Heute fliegt er zurück nach Berlin und ab London wird dann ein anderer Keyboarder mit dabei sein. Hier also ein Hoch auf Jens Friebe, den größten Tänzer der Tour!"
madrid, november 13 madrid, the center of spain.
very impressive city, home of juan carlos king of spain.
"Am 13.11. kommen wir mittags in Madrid an. Eine pompoese, prunkvolle, sehr beeindruckende Stadt. So richtig zum vorzeigen. Dem Koenig Juan Carlos gerade andemessen. Der wird sich 1975, nach dem Tod des faschistischen Diktators Franco, gefreut haben, Spanien mit dieser Hauptstadt uebernehmen zu koennen."
madrid, november 13 hardy, patrick and maximilian.
at least it seems to be warmer than in berlin...
"Bei dieser Station der Tournee werden wir von einem Redakteur der Deutschen Welle begleitet, der schon bei der Ankunft am Flughafen voll auf uns drauf haelt. Aber so ist es, das Leben als Star..."
madrid, november 14 patrick arp. barbara´s guitar player.
maxi likes the sound: a lot of reverb
Maxi: "Das Konzert findet im Innenhof eines Kulterzentrums statt. Ausverkauft, heisst es. Der Sound wie in einer Kirche. Ein enormer Hall, aber mich freut das ja sowieso, denn so bin ich mir beim Singen nicht so nah, weil der Hall alles zukleistert und grossartig klingen laesst. Ca. 500 begeisterte Besucher. Da meine Platte in Spanien vertrieben wird, kennen mich hier relativ viele.
athen, november 12 athen. sunny and friendly. 800 fans at the show!
"Schon bei der Einfahrt in die Stadt hörten wir im Radio die Ankündigung für unser Konzert. Die Promo lief auf Hochtouren, was uns riesig gefreut hat, denn das bedeutet immer ein volles Haus. Abends dann das Konzert im Club 22 einem der größten Clubs Athens. Sehr schick und professoinell, super Anlage! Es kamen 800 Leute ein voller Erfolg für alle."
athen, november 12 maximilian, patrick and hardy visiting akropolis. "here you can feel history"
"Am nächsten Tag wanderten wir zu Akropolis hinauf. Ein wunderschöner Blick über die Stadt und das Gefühl an der Wiege europäischer Kultur zu stehen. Schade nur, dass so viel durch Krieg und Raffgier zerstört wurde. Ansonsten ist die Stadt im Olympia-Rausch, überall Fan-Artikel und Souvenier-Shops."
ankara, november 08 after lots of security checks in tel aviv we arrived in ankara.
"Das Konzert findet am Samstag abend in der Aula der Universitaet statt. Ein schoener Rahmen. Guter Sound.
Nach dem letzten Lied werden jedem von uns Blumen vom Direktor der Universitaet ueberreicht und einige junge Zuschauer zeigen sich begeistert und lassen sich Autogramme geben."
ankara, november 08 next morning: sightseeing.
"Kemal Atatürk, der Staatsgruender, ist ueberall praesent.
Ein Volksheld."
tel aviv, november 06 maximilian hecker with ivri lider,
one of the biggest israelic popstars. they performed a song together at the show.
"400 echt sympatische Besucher, ein schöner Club und als Extra-Bonbon singt Ivri Lider ein Stück mit Maxi und er ist in Israel ein Mega-Star!"
tel aviv, november 06 ivri lider and dagmar,
co-organiser and a long term friend.
"Dagmar Schmidt, diejenige, die das Konzert gemeinsam mit dem Goethe Institut organisiert hat, hatte alles Mögliche in Gang gesetzt und da Maximilian hier ein Indie-Star ist war das Konzert ein voller Erfolg!"
tel aviv, november 06 maximilian and hans at the airport.
they seem to be tired...
"Wir hatten uns natürlich auf eine Kontrollen-Tortour am Flughafen eingestellt und zu unserer grossen Überraschung ging alles sehr schnell über die Bühne, selbst mit unseren 29 Koffern Gepäck."
tel aviv, november 06 hardy
he does the sound for barbara morgenstern.
tel aviv, november 06 beach impression
"Tel Aviv erinnert bisher am meisten von allen Städten an Berlin, was sicher auch daran liegt, dass es hier schon lange eine große Club- und Partykultur gibt. Außerdem ist diese Stadt das Bauhaus-Mekka an sich, fast alle Wohnbauten sind Bauhaus-Gebäude oder erinnern daran. Alle diese Faktoren tragen dazu bei, dass mir Tel Aviv sehr vertraut erscheint und ich ein Gefühl von "Zuhause"."
johannesburg, october 31 friday, 7.20 am. we´re landing in Johannesburg.
"Wir sind erschöpft von dem langen Nachtflug und den vielen Eindrücken der ersten beiden Reisewochen. Dennoch nehmen alle das Angebot des Goethe-Instituts wahr, am Nachmittag Soweto zu besuchen. 2,5 Millionen farbige Afrikaner leben in dieser Siedlung am Stadtrand von Johannesburg in einfachsten Verhältnissen. "
johannesburg, october 31 market place in Soweto
"Es gibt in Soweto keine industrielle Infrastruktur, keine Produktionsstätten, keine Jobs. Lebensnotwendiges wird auf Märkten gehandelt."
johannesburg, october 31 view over the city
"Dann zurück zum Hotel in die Viertel, in denen die weiße Minderheit lebt. Vorbei an Häusern, die von hohen Mauern umgeben sind, durch ausgestorbene Straßen. Hier wird hinter Sicherheitszäunen gelebt, im engsten Kreis, hermetisch abgeschlossen. Wohlstand und Angst.
Wir alle sind ergriffen, verstört, erschüttert."
johannesburg, november 1 this is the club barbara and maximilian played in.
"Hier liegt das Carfax, der Club, in dem wir zusammen mit zwei weiteren Bands spielen werden. Auf dem Weg zum Club fahren wir durch Hillbrow. Einst Zentrum europäischer Einwanderer, heute afrikanischer Slum. Die Straßen sind sehr belebt, unser Fahrer sagt: Nicht aussteigen, zu gefährlich."